Schladminger und Hallstätter Gletscher, Dachsteingebirge

Gletscherzustandsbericht 2008

© Franz Mandl

 

"Natur ist Wildnis!" Naturzerstörung vor den Augen der Touristen und der Behörden. Rege Bautätigkeit herrscht am Schladminger Gletscher. Der kleine Gletschersee ist in das Interesse der Gletscherbewirtschafter gekommen. Plant man einen Speicherteich für eine Beschneiungsanlage? Die dortige Schwinde für das Schmelzwasser (= unterirdischer Wasserabfluss im Karst) ist in Bedrängnis. Foto: 10. 8. 2008

 

Bis zu 5 m tiefer temporärer See mit Abflussschwinde. (GPS, UTM 2518 m, 0396969 - 5258778, Ostufer) Foto: 6. 9. 2008

 

Moränenschutt wird zur Schwinde transportiert. Foto: 10. 8. 2008

 

Veraltete Liftanlagen zeugen vom einstigen Gletscherstand des Schladminger Gletschers. Foto: 10. 8. 2008

 

Landschaftsstörende technische Einrichtungen für den Massentourismus können sich zu hochalpinen Altlasten verwandeln. Schladminger Gletscher mit Bergstation Hunerkogel (2687 m). Foto: 10. 8. 2008

 

Flaniermeile für den Massentourismus. Der Massentourismus auf dem Dachsteingebirge wird von den Betreibern weiter forciert. Foto: 10. 8. 2008

 

Im September aperte der Gletscher trotz großer Schneemengen im Winter 2007/2008 aus. Flaniermeile im September. Foto: 6. 9. 2008

 

Bergstation Hunerkogel. Neuer Weg für den Eispalast. Foto: 6. 9. 2008

 

Die verparkte Talstation der Dachsteinseilbahn ist ein augenscheinlicher Beitrag zur Gletscherschmelze. Ein vernichtend schlechter ökologischer Fußabdruck, den die "Massentourismuswirtschaft" zu verantworten hat. Auch unverantwortlich, dass nicht schon längst eine Seilbahn vom Ennstal in die Ramsau und von dort zur Türlwandhütte gebaut wurde! Ein Bahnausbau mit einem zweiten Gleis ist ebenfalls überfällig. Foto: 6. 9. 2008

 

Mit Dreck verfüllte Gletscherspalte auf dem Schladminger Gletscher. Foto: 6. 9. 2008

 

Messstein am Schladminger Gletscher. Seit 2003 hat das Eis 52 m entfernte Felsrippen freigegeben. (GPS, UTM 2543 m, 0397088 - 5258512) Foto: 6. 9. 2008

 

Der Rest des Hallstätter Gletschers mit seinem oberen Vorfeld. 1845 reichte der Gletscher bis zum Taubenriedl (links im Bild) empor. Foto: 11. 8. 2008

 

Die trotz günstiger Schneelage  ausgeaperten Gletscherzungen des Hallstätter Gletschers im August 2008 vom Hohen Gjaidstein aus gesehen. Foto: 11. 8. 2008

 

Das Ende der mittleren Gletscherzunge des Hallstätter Gletschers (GPS, UTM-33 T 396120   5260335, 2186 m). Foto: 11. 8. 2008

 

Der Betreiber des "Hochalpinen Gewerbeparks" bewirbt den Dachstein mit einem "UNESCO-Welt-Naturerbe". Ein "UNESCO-Weltnaturerbe" scheint es nach dem Buch "Österreichs Welterbe" bislang in ganz Österreich nicht zu geben! Sollte es ein UNESCO-Naturerbe auf dem Dachsteingebirge wirklich geben, so ist diese Auszeichnung sofort abzuerkennen. Foto: 10. 8. 2008

 

Die Umweltabteilungen des Landes Oberösterreich, die für den Schutz der Dachstein-Gletscher verantwortlich sind, werden von uns seit Jahren über die dortige Naturzerstörung informiert. Bisher ohne Erfolg! Auch heuer wurde am 14. 8. 2008 auf die aktuelle prekäre Umweltsituation im Natura-2000-Schutzgebiet und UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet aufmerksam gemacht. Sind die Naturzerstörungen  durch einen anscheinend allmächtigen und schrillen Massentourismus und wegen Untätigkeit oder Machtlosigkeit  der Behörden möglich geworden? 

Link: Die Chronologie der touristischen Dachsteinerschließung. Von den Anfängen bis zur Übererschließung

 

Umweltabteilung des Landes Oberösterreich: n.post@ooe.gv.at

Mailadresse von Kommissar Stavros Dimas, Natura 2000:
stavros.dimas@ec.europa.eu
address-information@ec.europa.eu

Österreichische UNESCO-Kommission
Universitätsstraße 5/4. Stock/12
A-1010 Wien
Österreich
Tel: +43 / 1 / 526 13 01
Fax: +43 / 1 / 526 13 01-20
oeuk@unesco.at
www.unesco.at
http://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO

Generaldirektoren der UNESCO

Großbritannien (1946–1948)

Jaime Torres Bodet, Mexiko (1948–1952)

John Wilkinson Taylor, Vereinigte Staaten (amtierend 1952–1953)

Luther Evans, Vereinigte Staaten (1953–1958)

Vittorino Veronese, Italien (1958–1961)

René Maheu, Frankreich (1961–1974; amtierend 1962)

Amadou-Mahtar M'Bow, Senegal (1974–1987)

Federico Mayor Zaragoza, Spanien (1987–1999)

Koïchiro Matsuura, Japan (1999–heute)

 

Weitere Links zur Umweltsituation auf dem Hallstätter und Schladminger Gletscher

http://www.anisa.at/schladminger%20gletscher%202007.htm

http://www.anisa.at/dachstein_gletscher.htm

http://www.anisa.at/dachstein_ruft_sos.htm

http://www.anisa.at/Natur%20Kunst%202008.htm

 

 

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_1999.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2003.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2006.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2007.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2008.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2009.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2010.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2011.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2012.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2013.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2014.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2015.htm

 

 

Ergänzungen vorbehalten!

Meinungen zu diesem Bericht senden Sie bitte an: franz.mandl@anisa.at 

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